DIE KAPELLE ST.CESAIRE

 

 

Die mittelalterliche Kapelle lehnt sich an die linke Seitenwand der Tempelanlage an. Das Gebäude, dem heiligen Césaire gewidmet, besteht aus einem kleinen quadratischen Innenraum mit einer gewölbten Abszisse. Der Boden der Kapelle befindet sich 0,6 m unter dem Fußboden der Tempelanlage. Es wurden Überreste einer Treppe entdeckt, die von der Tempelanlage in die Kapelle führten, ebenso wie Spuren einer Öffnung in der Seitenwand des Tempels. Diese Öffnung war ursprünglich von zwei Säulen eingerahmt, von denen heute noch eine existiert. Diese Säule ist eine genaue Nachbildung der großen Säule des Tempels. Das Kapitell scheint nachträglich angebracht zu sein, da es größer als die Säule selber ist. Stilistische Elemente haben Ähnlichkeit mit der Tempelanlage, besonders das Relief der Säule. Das romanische Kapitell ist fast eine exakte Kopie des römischen Kapitells. Die Kapelle wurde Mitte des 11. Jahrhunderts im Jahr 1054 durch den Erzbischof von Arles zusammen mit dem Bischof von Apt dem heiligen Césaire und dem heiligen Petrus geweiht.